Kick off für die Smart Schools in Deutschland

Ein Gastbeitrag von Natalie Barkei, Projektmanagerin Smart School, Bitkom e.V.

Smart Boards, Tablets, digitale Vertretungspläne und Co. sind in vielen Schulen Deutschlands längst angekommen – Zu einer wirklich „smarten“ Schule gehört jedoch mehr als der gelegentliche Einsatz digitaler Medien und mobiler Endgeräte. Beides ist zwar wichtig, doch vor allem braucht es umfassende Konzepte zur Digitalisierung von Unterricht und Schule und die Vermittlung von Digitalkompetenz.

Der Wettbewerb Smart School, der zum Digitalgipfel im Juni 2017 gestartet ist, will Schulen würdigen, die herausragende Konzepte für digitale Bildung entwickelt haben. Gesucht werden bis zu zwanzig Schulen, die eine Vorreiterrolle in der digitalen Bildung einnehmen und Orientierung für andere Bildungsreinrichtungen geben können. Digitale Kompetenz müssen über Fächergrenzen hinweg vermittelt werden, digitale Lehrinhalte in allen Fachbereichen mitgedacht werden. Dabei müssen die Bewerberschulen in den Bereichen Infrastruktur, Lerninhalte und Weiterqualifizierung der Lehrkräfte überzeugen. Alle Beteiligten, wie Schülerinnen und Schüler, Lehrkräfte und Eltern müssen mit einbezogen werden, um das Projekt Smart School zum Erfolg zu führen und zu zeigen, dass Schule und Digitalisierung kein Widerspruch sein muss.

Bereits drei Smart Schools ausgezeichnet

Mit dem Leininger-Gymnasium in Grünstadt, der Elisabethenschule in Frankfurt am Main und der Ernst-Reuter-Schule in Karlsruhe wurden bereits drei Smart Schools in der Region des Digitalgipfels ausgezeichnet. Während das Leininger-Gymnasium bereits im Rahmen des Digitalgipfels den Titel verliehen bekommen hat, freuen sich die Elisabethenschule und die Ernst-Reuter-Schule auf ihre eigenen Kick-off-Veranstaltungen, die für Oktober und November dieses Jahres geplant sind.

Die bisher ausgezeichneten Bildungseinrichtungen zeigen, dass es für eine erfolgreiche Digitalisierung verschiedene Ansätze geben kann, die gewinnbringend sein können. Während beispielsweise die Elisabethenschule MINT-Fächer besonders fördert und Informatikunterricht ab Klassenstufe 8 anbietet, überzeugt die Ernst-Reuter-Schule mit einem speziellen Medienprofil. Digitale Medien werden hier zum individuellen Fördern und Fordern der Schüler eingesetzt. Und es gibt sogar eine eigene Schülerfirma, die Erklärvideos zu Unterrichtsthemen erstellt, welche anschließend allen Schülern in der Schule, zu Hause und unterwegs zur Verfügung stehen.

Auch Berufsschulen können sich bewerben

Neben allgemeinbildenden Schulen haben in dieser Wettbewerbsphase erstmals auch berufsbildende Schulen die Chance, Smart School zu werden. Noch bis zum 15. November können sich Bildungseinrichtungen bewerben, die die Bildung der Zukunft gestalten wollen. Nach dem Bewerbungsschluss werden alle Einsendungen durch eine Fachjury gesichtet. Auf der Bildungskonferenz in Berlin im März 2018 werden schließlich bis zu zwanzig neue Smart Schools bekanntgegeben.

Den Gewinnerschulen winken unter anderem Ausstattungsgutscheine für ihre IT-Infrastruktur und die Aufnahme in das bundesweite Smart School-Netzwerk. Außerdem dürfen sich die Smart Schools über erlebe IT Workshops zu Themen wie Coding oder Berufsorientierung freuen. Der Wettbewerb wird von namhaften Partnern wie der Deutschen Telekom und Dell unterstützt.

2017-09-05T18:08:42+00:00 Donnerstag, 31. August 2017|Partner, Digitale Kompetenz, Smart School|