Erster erlebe IT Schirmherren-Besuch in 2018

Digitale Medien sind aus dem Alltag von Kindern und Jugendlichen heute kaum noch wegzudenken. Mit der Nutzung der Geräte kennen sich Schülerinnen und Schüler in der Regel gut aus. Doch nur die wenigsten von ihnen wissen, wie sie eigentlich funktionieren. Gerade einmal jeder zehnte Jugendliche (11 Prozent) kann selbst programmieren (Bitkom, 2017). Dabei wird ein Grundverständnis digitaler Technologie für die souveräne Teilhabe an einer digitalen Gesellschaft immer wichtiger. Das finden auch die fast 100 Bundestagsabgeordneten, die in dieser Legislaturperiode eine erlebe IT  Schirmherrschaft für ihren Wahlkreis übernommen haben. Der erste Schirmherren-Termin im Jahr 2018 fand im nordrhein-westfälischen Lindlar statt. Hier besuchte Dr. Carsten Brodesser, MdB einen erlebe IT Workshop für Schülerinnen und Schüler des örtlichen Gymnasiums.

Einen ganzen Schultag lang designten und programmierten die Achtklässler eigene Apps. "Ich will auf jeden Fall eine App entwickeln, mit der man viel Geld verdienen kann.", das stand für die meisten Jugendlichen fest. In diesem Sinne zeigten sie sich bei der App-Entwicklung hoch motiviert und setzen eigenständig kreative Projekte um. Die Ergebnisse konnten sich sehen lassen: Neben kleinen Spiele-Apps entstanden auch Programme zur Unterstützung des Schulalltags. So wurde ein "Team Shaker" programmiert, der zufällig ausgab, welche Schülerinnen und Schüler bei einer Gruppenarbeit zusammenarbeiten sollten. Die betreuenden Lehrkräfte meldeten gleich Interesse an dieser App an.

Die Ergebnisse der Workshoparbeit präsentierten die Jugendlichen stolz dem Bundestagsabgeordneten Dr. Carsten Brodesser und dem Bürgermeister von Lindlar Dr. Georg Ludwig. Diese ließen es sich nicht nehmen, die selbstprogrammierten Apps der Schülerinnen und Schüler auch gleich persönlich zu testen. Die Besucher zeigten sich sichtlich beeindruckt von den Ergebnissen, die in so kurzer Zeit erzielt werden konnten.

Im Anschluss an die Präsentationsrunde standen die beiden Politiker den Jugendlichen für eine Fragerunde zur Verfügung. Dabei war der Wunsch nach einem leistungsfähigen Internetanschluss für die Schule und auch für daheim ein wesentliches Thema. Die Jugendlichen interessierten sich aber auch dafür, wie die Schule der Zukunft aussehen könnte und wie lange man noch eine zweite Fremdsprache lernen müsse, wo doch vielleicht Computer bald sämtliche Übersetzungen übernehmen könnten. Einig waren sich alle Schülerinnen und Schüler darüber, dass sie sich auch in Zukunft gern mit dem Programmieren im Unterricht beschäftigen möchten. Etwa die Hälfte des Kurses könnte sich vorstellen nach dem Abitur ein Informatik-Studium aufzunehmen. Zum Abschluss der Veranstaltung riet erlebe IT Schirmherr Brodesser den Jugendlichen in Zukunft weiterhin so aufgeschlossen und wissbegierig zu sein, aber auch kritisch zu reflektieren. Persönlich würde er sich darüber freuen, wenn die Schülerinnen und Schüler auch nach Abschluss des Workshops weiter an ihren eigenen App-Projekten arbeiten und der Projekttag so einen bleibenden Eindruck hinterlassen konnte.

Über die Veranstaltung berichtete auch der Kölner-Stadtanzeiger

2018-02-16T15:12:52+00:00 Donnerstag, 15. Februar 2018|Programmieren, Berufsorientierung, IT-Berufe, Schirmherren, Politik, Events|